
Doch diese Horrorvorstellung ist vergessen, sobald du deine erste Welle gesurft hast. Ein einfacher Takeoff führt dich auf direkte Weise in eine immer grösser werdende Wasserwand. Und je weiter du fährst, desto näher kommen deine Finnen den rasiermesserscharfen Korallen. Das geht so lange, bis du entweder in einer Barrel verschwindest, die sich schöner anfühlt als jeder Orgasmus, oder du deinen Körper plötzlich schmerzhaft auf einer von Leben und Bakterien gefüllten Käseraspel wieder findest.
Früher waren diese seltenen Barrels der einzige Grund, warum Surfer für Monate in dieser trockenen, kargen Landschaft (es heisst nicht grundlos Desert Point) campten und den oft langen Pausen ohne Wellen und den Malaria-Moskitos trotzten. Einige dieser „Die Hart“-Desert-Liebhaber wurden in der Abgeschiedenheit schliesslich recht eigen und wollten „ihre“ Welle nicht gerne teilen. Doch mit den Jahren stoppten dort bei einem ordentlichen „Wüsten“-Swell mehr und mehr Charterboote auf dem Weg von Bali nach Sumbawa. Ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte diese Invasion in den späten 90ern. Zu der Zeit gab es auch einige Unruhe zwischen Surfern und Einheimischen und Surfer wurden auch schon mal mit dem Messer bedroht. Seitdem ist das Campen am Strand nicht mehr unbedingt empfehlenswert. Mittlerweile hat sich das aber alles wieder beruhigt und einige gute und günstige Losmen-Unterkünfte stehen im angrenzenden Dorf Bangko Bangko zur Verfügung. Hinzu kommen die Swell-Forecasts im Internet und so kann es heutzutage sogar recht voll werden: Im Winter 2008 waren 50 Leute an einem guten Tag keine Seltenheit.

Travel-Tipps
Der perfekte Tag: Sechs Fuss und Offshore ohne den Hauch einer Strömung. Die Lombokstrasse hat all die Charterboote erfasst und aufs offene Meer gezogen, so teilst du die beste Tube Indos nur mit deinen Freunden...
Bester Monat: Mai bis September (wie überall in Indonesien).
Getting there: Flieg nach Denpasar, Bali. Dann entweder mit dem Auto und der Fähre nach Lombok oder mit dem Flieger nach Mataram, Lomboks Hauptstadt. Ein 4WD sei wärmstens empfohlen.
Boards: Hier werden keine Turns gesurft, sondern nur Barrels gechargt. Normale Shortboards sind super; wenn sie dann noch etwas enger und spitzer sind, um so besser.
Essentials: Sonnenkrem, T-Shirt, Erste-Hilfe-Set und Gespür für die Barrel.
Unterkunft: Das Symbiosis Surfcamp ist der perfekte Ausgangspunkt. Das Camp liegt gemütlich und mit allen Annehmlichkeiten in dem kleinen Dorf Kuta an der Südküste Lomboks. Ausflüge nach Desert Point können organisiert werden und je nach Könnensstufe hast du in der Nähe des Basecamps eine Vielzahl an anderen sehr guten Wellen. Anfänger haben hier genauso Spass wie Fortgeschrittene.
Der einfachste Weg, Desert Point zu surfen: Mach mit bei unserem Gewinnspiel. Symbiosis verlost zweimal zwei Wochen im Camp auf Lombok. Und so einfach geht’s: Beantworte folgende Frage und schick die Lösung bis 01. August per E-Mail an gewinnspiel@surfersmag.de. Wie heisst Lomboks weisser Sandstrand direkt vor den Symbiosis-Apartments? Kleiner Tipp: www.symbiosis-surf.com...

















